REUTLINGER AKTIONSBÜNDNIS GEGEN S 21
Ein Bündnis Reutlinger Bürger und Organisationen

              

                   
................................................................................................................................................................................................................................................................................

.............................................................................................................................................................................................................,,....................................................................

Das Aktionsbündnis wurde im August 2010 gegründet; es arbeitet überparteilich.“

 

Termine:


Das nächste Treffen des Reutlinger Aktionsbündnisses:
bei Bedarf....

---------

 

Aktionen und Demos in Stuttgart und Umgebung:
http://www.bei-abriss-aufstand.de/

Reutlinger Homepage mit den politischen Terminen der Region >>>

 

IMPULSE: S 21-Debakel
Artikel von Eberhard Frasch in der SWP am 04.07.2015

Am 22.November 2011 übergab das Reutlinger Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 im Reutlinger Rathaus Filderkrautköpfe
für OB Bosch, um damit vor der Volksabstimmung aufmerksam zu machen auf die leeren Versprechungen der S21-Befürworter:
Das "bestgeplante Bahnprojekt Europas" werde den Reutlingern traumhafte Bahnverbindungen bis nach Bratislava bescheren.
Die Filderkrautköpfe sollten einerseits an die Planungsinkompetenz der Deutschen Bahn erinnern, die es seit 2002 (!) nicht
geschafft hatte, einen die Vorprüfung überstehenden Plan für Filderstrecke, Flughafenbahnhof und Anschlüsse vorzulegen.
Andererseits an die Tatsache, dass weitere wertvolle Ackerböden und Naturräume für ein Bahnprojekt geopfert werden,
das Milliarden verschlingen und nur mangelhafte Leistungen erbringen wird. Nichts geändert hat sich an der Aktualität dieser
Probleme und der Notwendigkeit, Filderkrautköpfe an die Zuständigen zu überreichen. Einen solchen hat sich vor allem
Georg Brunnhuber verdient. Er ist der neue Vorsitzende des Vereins Stuttgart 21, nun für Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt
zuständig, ausgestattet mit einem Etat von über einer halben Million Euro aus Steuergeldern. In einem Interview sprach er am
16. April über die Vorteile des Bahnprojekts, speziell für Reutlingen: Mit S 21 erreiche man Stuttgart Hauptbahnhof in 25 Minuten,
heute seien es 73 Minuten. Fakt ist: Die Bahn nennt für S 21 selbst 34 Minuten. Und wir erreichen heute den Hbf mit dem IRE in
34 Minuten, mit dem RE in 50 Minuten. Weiter: Man werde eine Bahnverbindung "im Halbstundentakt anbieten. Voraussetzung ist,
dass die Landesregierung das bestellt und bezahlt". Fakt ist: Auch heute haben wir große Zeitfenster, in denen die REs halbstündig
verkehren, ergänzt durch IREs im Zweistundentakt und Regionalbahnen. Erweiterungen wären auch heute möglich, vorausgesetzt
"die Landesregierung bestellt und bezahlt". Es bleibt sein Geheimnis, wo die Waggons für diese Züge herkommen sollen:
Schon jetzt ist die Mehrzahl der Wagen im Regionalverkehr schrottreif, die Bahn lässt sie bis zum natürlichen Zerfall laufen.
Nichts geändert hat sich an der Problematik der Wendlinger Kurve. Dieses Thema spielt Brunnhuber herunter, und weist darauf hin,
dass für die Finanzierung einer besseren Lösung (zweigleisig) keineswegs die Bahn zuständig sei. Fakt ist: Die eingleisige Variante ist
beschlossen, das Vergabeverfahren läuft. Dieser Engpass, an dem die Züge von Reutlingen nach Stuttgart ein Stück auf dem Gegengleis
zurücklegen müssen, um erst später auf das eigentliche Fahrtrichtungsgleis zu wechseln, wird den versprochenen Halbstundentakt
massiv beeinträchtigen. Dass das Gegenstück, die Überleitung der Güterzüge vom Neckartal auf die Neubaustrecke Richtung Ulm,
erst kürzlich durch eine Planänderung modifiziert wurde, verschärft den Engpass für alle Bahnen: Die Güterzüge werden ab Wendlingen
acht Kilometer (!) auf dem Gegengleis Richtung Ulm unterwegs sein. Nichts geändert hat sich an der Brisanz der Probleme im Bereich
des Flughafens: Man hat nun das "dritte Gleis" aus dem Hut gezaubert, auf dem die Gäubahn im erweiterten S-Bahnhof verkehren soll.
DB-Infrastrukturvorstand Kefer sprach von einem "Konzept zur betrieblichen Optimierung". Fakt ist: Das dritte Gleis muss im
eingleisigen, störanfälligen Gegenverkehrsbetrieb gefahren werden. Es bleiben erhalten: der verspätungsträchtige Mischverkehr mit
der S-Bahn und der problematische Fernbahnhof. Es wird ein neues Planänderungsverfahren geben und damit Zeitverzug und
Mehrkosten. Fazit: Eher kommt in Stuttgart ein Pottwal durch den Nesenbachdüker als wir mit einem S 21-Zug zum Flughafen!

 

GEA-Leserbrief
von Eberhard Frasch
verfasst am 14.7.2014
Veröffentlicht am 19.07.2014 - allerdings mit Änderungen durch die GEA Redaktion >>>
zu GEA-Bericht Stuttgart 21: Bauarbeiten für Fildertunnel gestartet  vom 10.7.2014:

Kein Licht an den Enden des Tunnels

Letzte Woche fand der "Baustart für die Riesen-Röhre", den Fildertunnel, statt. Das Ausmaß des vom sog. "Kommunikationsbüro S21"
inszenierten Promi- und Medienspektakels entsprach dem Bedarf an Tünche für die Überdeckung der Mängel des Gesamtprojekts und
besonders des Quellgips-Tunnels.
Es verdient ja Respekt, wenn ein katholischer Priester die Schutzheilige der Mineure und die Tunnelbohrmaschine mit Weihwasser
besprengt. Es ist aber ein Skandal, wenn ein Pfarrer der evangelischen Landeskirche sich dem anschließt und dem umstrittenen Projekt
mit ausgebreiteten Armen den Segen spendet. Nach dem protestantischen Verständnis dürfen ausschließlich Personen gesegnet und nicht
Sachen zu Götzen gemacht werden. Auch dann nicht, wenn es der Tunnelbohrer nötig hat!
Und es verdient Respekt, wenn sich die Reutlingerin Tülay Schmid für die Tunnelarbeiter einsetzt und für die Verständigung ausspricht:
»Der Fildertunnel soll nicht nur die Stadt mit dem Flughafen, sondern auch die Menschen miteinander verbinden«. Leider ist die Realität
eine andere. Der Tunnel verbindet zwei Problem-Punkte: Punkt 1 ist im Tal der mittlere Schlossgarten. Dieser wurde im Februar 2012
durch einen Polizeieinsatz, der ca. 10 Millionen Euro kostete, geräumt worden, für eine "Baustelle", an der sich bis heute so gut wie nichts
getan hat und für deren komplette Realisierung bis heute keine Genehmigung vorliegt (Grundwassermanagement Teil 2). Punkt 2 liegt
oben auf den Fildern. Für diesen Abschnitt bemüht sich die Bahn seit 2002 um eine Planfeststellung, mangels Kompetenz vergeblich,
bis heute Fehlanzeige. Frau Schmid hat also den Tunnelbau - nicht nur symbolisch - in Gang gesetzt, wohl wissend, dass weder sie noch
andere wissen, wie's am einen und am anderen Ende des Tunnels wirklich weitergeht. Zumindest fahrlässig unterstützt sie so die Strategie
der Bahn, durch die Schaffung von Fakten Behörden und Gerichte unter Druck zu setzen und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Keinen Respekt verdient der Versuch von Tülay Schmid, die Tunneltaufe zum Anlass zu nehmen, für die unsägliche S21-Politik ihres
Mannes und überhaupt der SPD Werbung zu machen, wenn sie auf die Volksabstimmung hinweist, die "auf Vorschlag meines Mannes"
zustande gekommen sei und den gesellschaftlichen Konflikt befriedet habe. Leider ist die Realität eine andere: Der Konflikt wurde
lediglich durch die Tünche, diesmal der grün-roten Koalition, zugedeckt, um mit Hilfe der Volksabstimmung die Kosten- und
Leistungsprobleme des Tiefbahnhofs unsichtbar zu machen. Nils Schmid hat im Oktober 2010 stolz einen Juraprofessor als einen der
Väter der Volksabstimmung präsentiert. Anfang 2013 erklärte eben dieser Professor Wieland die Grundlage der Abstimmung für
"nicht mehr existent". Begründung: Das Volk habe den Ausstieg aus dem Finanzierungsvertrag seinerzeit unter der Prämisse abgelehnt,
dass die gesamten Baukosten maximal 4,5 Mrd. Euro betragen würden. Heute sind wir bei (mindestens) 6,8 Mrd. Euro.
Bohren Sie nach bei Ihrem Finanzminister. Sein Name: Nils Schmid.

 


Stuttgarter Montagsdemo am 30.10.2013
In der Mitte der berühmteste Bahnhofsvorsteher des Landes: Egon Hopfenzitz

 

Offener Brief
an die Amts- und MandatsträgerInnen im Raum Reutlingen von Pro-S-21 >>>
Der Reutlinger GEA berichtet am 22.02.2013 >>>

Bilanz
der Antworten auf den Offenen Brief
an die Amts- und MandatsträgerInnen im Raum Reutlingen von Pro-S-21 vom 19.2.2013 >>>
Artikel im GEA am 25.03.2013 >>>


Quelle SWR: Samstag, 23.02. Großdemo Endstation Stuttgart 21 – bitte alle Aussteigen!

Am 12.02.2013 starb Liesel Hartenstein.
Wir werden sie nicht vergessen.


05.03.2011 Marktplatz Reutlingen

Reutlingen sichtbar dabei: Montagsdemo am 11.02.

Kippt Stuttgart 21? Meldungan am 04.02.2013

Ramsauer geht auf Distanz zu Stuttgart 21- SPIEGEL >>>
Bund geht auf Distanz zu Stuttgart 21- Stuttg. Zeitung >>>

Schiebt der Bund S21 aufs Abstellgleis? - SWR >>>
Bund lässt "Stuttgart 21" offenbar fallen - DIE WELT >>>



O f f e n e r B r i e f des Stuttgarter Aktionsbündnisses
an Finanzminister Nils Schmid >>>

Unterstützend und ergänzend unser eigener Brief an Nils Schmid >>>

O f f e n e r B r i e f an die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung
Sehr geehrte Frau Erler,
mit großer Verwunderung und Empörung haben wir Ihre Aussage zur Kenntnis genommen,
die Volksabstimmung bleibe gültig, denn die Menschen seien schon damals über die von den
S-21-Gegnern befürchtete Steigerung der Kosten auf bis zu sechs Milliarden Euro informiert
gewesen. "In der Grundargumentation war das angelegt und stand zur Debatte.“ – so Ihre
Worte nach verschiedenen Medienberichten. Der ganze Text: >>>

......................

Prestigeprojekt S21 aufs Abstellgleis!
Mittlerweile soll Stuttgart 21 6,8 Milliarden Euro kosten - die Riesensumme hat die Bahn nun eingestanden.
Nicht das einzige, was häppchenweise ans Licht gekommen ist.

Beendet das Projekt, fordert Arno Luik (im neuesten "Stern"). >>>

......................

Scheitert S 21 an sich selber? Uns würde das nicht wundern:
"Unfassbar, absolut unverantwortlich, verbrecherisch":
Das ist das Urteil des Fachmanns Hans-Joachim Keim über eine aktuelle,
Bahn-interne Sicherheitsstudie zum Brandschutzkonzept von Stuttgart 21.
Keim ist international renommierter Brandschutzexperte. Er war der deutsche Gutachter
nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun.
Damals, am 11. November 2000,
kamen in der Kitzsteinhorner Gletscherbahn 155 Menschen ums Leben.
Jetzt urteilt der Sachverständige über das bestehende Brandschutzkonzept
am geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof:
"Ich kann nur den Kopf schütteln. Das ist schlimmer als Kaprun."

Artikel im Stern >>>

Volker Lösch auf der Großdemo am 29.09.2012 >>>

......................

Leserbrief von Eberhard Frasch:
"....Schneckenbahnschleimspur durchs Neckartal
ins Hochgeschwindigkeitsbahnzeitalter!..."

......................

Diskussion
Kretschmann in Facebook >>>

"Wo Herr Kretschmann recht hat, irrt er!", Die Stuttgart 21-Volksabstimmung
hat das Vertrauen in die Demokratie beschädigt. Antwort von Eberhard Frasch >>>

Antwort von Sittler, Wolff u.a. kurz, lang

......................
Lesebriefe zu einem GEA-Kommentar
Eberhard Frasch >>>
Wilfried Hüfler (nicht abgedruckt) >>>

......................

Unterstützen Sie die Petition "Herauslösung der DB Netz AG aus dem Konzern"!

SWR-Radiofeature zu S21 "Abstellgleis für alle": online hören,

Unsere früheren Aktionen >>>

 

........................................................................................................................................................................................................................................................

Spendenkonto: Jürgen Heller/ Verwendungszweck:
RT AB gegen S21/ Konto:5374194/ BLZ: 20041144/ Comdirekt

Impressum:
Rüdiger Weckmann, Krämerstr. 33, 72764 Reutlingen info@rt-s21.de